Liebe Frau Puschmann,
gestern haben wir N.S. beerdigen müssen. Ein schwerer Gang.
Sie aber haben diesen Moment auf eine Weise begleitet, die genau richtig... absolut stimmig und zutiefst tröstend war. Und dafür möchte ich Ihnen danken!
Ich musste leider bereits einige Lieben verabschieden und bin eigentlich keine Freundin von Aussagen wie "zu früh gegangen" o.ä. Nun war es bei N. aber so, dass sie nicht gehen wollte... keinen Frieden mit dem Sterben hatte... Wie auch? Als Mama einer so jungen zauberhaften Tochter?! Sie haben es selbst gesagt: "Es war klar, aber N. wollte davon nichts wissen." Das hat ein besonderes Gepräge und macht das Loslassen zu einer fast unmöglichen Aufgabe. Ihr Tod war bis gestern unwirklich.
Sie, liebe Frau Puschmann, haben es wirklich gemacht. Es wurde real. Ihre Klarheit, Ihre Worte, das Aussprechen von Wahrheiten und Realität ("Viele letzte Male, viele Abschiede... Und auch Versäumtes"). Ich fühlte im Raum, wie sich die Trauergemeinschaft abgeholt, verstanden und erreicht fühlte. Sie ließen Raum für Glauben an mehr und ein Leben danach ohne es auszusprechen. Genauso ließen die den Raum für Jeden, der für immer Adieu gesagt hat.
Diesen Spagat so hinzubekommen, ist eine sprachliche Kunst. Danke auch dafür!
Die Trauerrede für eine junge Mutter zu halten, ist sicher anders als für einen Menschen mit einem langen bewegten Leben. Sie "wackelten" aber nicht, zeigten sich nicht brüchig oder betroffen. Sie blieben klar und manövrierten uns durch den Schmerz und N.s Leben. Und dabei wirkten Sie dennoch empathisch, teilnehmend und mitfühlend. Danke auch dafür!
Dass sie zu Beginn kleine Lebensepisoden voranstellten, bevor Sie chronologisch durch N.s Stationen führten, empfand ich als besonders elegant in Ihrer Rede. Das habe ich so auf noch keiner Trauerfeier gehört.
Ich hätte noch so Vieles zu sagen und zu teilen, aber das soll reichen: DANKE!
Sie geben viel. Und bekommen im Vergleich dazu - so vermute ich - wenig Feedback (weil die Trauernden bei sich und in ihrem Schmerz sind).
Meinen Schmerz haben Sie gestern aushaltbar gemacht.
Steffie Dietrich
gestern haben wir N.S. beerdigen müssen. Ein schwerer Gang.
Sie aber haben diesen Moment auf eine Weise begleitet, die genau richtig... absolut stimmig und zutiefst tröstend war. Und dafür möchte ich Ihnen danken!
Ich musste leider bereits einige Lieben verabschieden und bin eigentlich keine Freundin von Aussagen wie "zu früh gegangen" o.ä. Nun war es bei N. aber so, dass sie nicht gehen wollte... keinen Frieden mit dem Sterben hatte... Wie auch? Als Mama einer so jungen zauberhaften Tochter?! Sie haben es selbst gesagt: "Es war klar, aber N. wollte davon nichts wissen." Das hat ein besonderes Gepräge und macht das Loslassen zu einer fast unmöglichen Aufgabe. Ihr Tod war bis gestern unwirklich.
Sie, liebe Frau Puschmann, haben es wirklich gemacht. Es wurde real. Ihre Klarheit, Ihre Worte, das Aussprechen von Wahrheiten und Realität ("Viele letzte Male, viele Abschiede... Und auch Versäumtes"). Ich fühlte im Raum, wie sich die Trauergemeinschaft abgeholt, verstanden und erreicht fühlte. Sie ließen Raum für Glauben an mehr und ein Leben danach ohne es auszusprechen. Genauso ließen die den Raum für Jeden, der für immer Adieu gesagt hat.
Diesen Spagat so hinzubekommen, ist eine sprachliche Kunst. Danke auch dafür!
Die Trauerrede für eine junge Mutter zu halten, ist sicher anders als für einen Menschen mit einem langen bewegten Leben. Sie "wackelten" aber nicht, zeigten sich nicht brüchig oder betroffen. Sie blieben klar und manövrierten uns durch den Schmerz und N.s Leben. Und dabei wirkten Sie dennoch empathisch, teilnehmend und mitfühlend. Danke auch dafür!
Dass sie zu Beginn kleine Lebensepisoden voranstellten, bevor Sie chronologisch durch N.s Stationen führten, empfand ich als besonders elegant in Ihrer Rede. Das habe ich so auf noch keiner Trauerfeier gehört.
Ich hätte noch so Vieles zu sagen und zu teilen, aber das soll reichen: DANKE!
Sie geben viel. Und bekommen im Vergleich dazu - so vermute ich - wenig Feedback (weil die Trauernden bei sich und in ihrem Schmerz sind).
Meinen Schmerz haben Sie gestern aushaltbar gemacht.
Steffie Dietrich
